Homeopathie -

Heilen mit Homöopathie  –  kleine Dosis, große Wirkung

 Heilen heißt, Wiederherstellen der Ordnung, Ordnung mit dem Schöpfer, mit der Umwelt, mit sich und in sich.
(Mathias Dorcsi, "Medizin der Person")

Wie in der Humanmedizin, so wird zu Recht auch in der Tiermedizin der Ruf nach alternativen und ganzheitlichen Heilverfahren, die nebenwirkungsfrei  heilen immer lauter - Homöopathie ist eine dieser Methoden.

Manche Krankheiten sollten eher schulmedizinisch, andere besser homöopathisch behandelt werden. Oft ist eine Kombination von beidem sinnvoll  - dies gilt im Prinzip für alle alternativen Heilverfahren. Die Entscheidung, welche Methode angewandt wird, kann nur der  erfahrene und ausgebildete Tier-Arzt/in  treffen.

In Österreich gibt es seit 1994 die Berufsbezeichnung Fachtierärzt/In für Homöopathie. Durch jahrelange Schulung und in der Veterinärmedizin werden  seit Jahren aufeinander aufbauende Intensivschulungskurse durchgeführt. Absolventen dieser Schulungskurse können nach Prüfung vor der Tierärztekammer die Zusatzbezeichnung Homöopathie erlangen.

Das Ziel der homöopathischen Behandlung ist  das Gleichgewicht der Lebenskraft wieder herzustellen und  die körpereigenen Abwehrmechanismen und  Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Das homöopathische Mittel kann  Krankheitserreger  nicht direkt bekämpfen, es ermöglicht allerdings den Körper seine Abwehrkräfte so zu mobilisieren, dass der Organismus besser und schneller die Krankheit bewältigen kann. 

Grundsätzlich gehört die Homöopathie zu den Regulationstherapien, die nach dem Ähnlichkeitsgesetz abläuft. Ähnliches wird mit Ähnlichem geheilt oder Similia Similibus curentur.  Was aber ist  ähnlich?  Ähnlich sind die Symptome einer Krankheit, das so genannte Krankheitsbild und die ausführliche Symptomenbeschreibung einer homöopathischen Arznei, also das Arzneimittelbild.  

Die komplizierte Theorie anhand eines praktischen Beispiels erklärt:

Ein Bienenstich, das wissen wir alle, bewirkt eine schmerzhafte Schwellung mit Rötung  und Wärme an der Stichstelle. Apis, (= Gift der Honigbiene) als homöopathisches Mittel gegeben, kann  genau bei solchen Symptomen (Rötung, Schmerz und Wärme) helfen, egal welche Ursache  dieses Symptom hat – allerdings und das ist wesentlich muss es in besonders zubereiteter Form, wir Homöopathen sprechen von einer potenzierten Arznei,  verabreicht werden.

Wie verläuft eine homöopathische Behandlung beim Tier?

Die Basis jeder homöopathischen Behandlung ist  eine ausführliche Anamnese (Erfassung der Krankengeschichte und der individuellen Symptome), die in der Regel 1 bis 2 Stunden dauert.

Danach werden die Symptome nach ihrer Wertigkeit gegliedert. Geist -und Gemütssymptome,  Allgemeinsymptome -  wie Schlaf und Nahrungsvorlieben sowie auffallende und besondere Symptome  haben eine übergeordnete Bedeutung.

Danach wird im Repertorium, einem Nachschlagewerke oder auch mittels Computerprogramm  die dem Patienten ähnlichste Arznei, das sog. Simile ausgewählt. Das Simile setzt einen Reiz in Richtung Heilung des Organismus. 

Was sind homöopathische Arzneien?

Alle  homöopathischen Arzneien haben ihren Ursprung in der Natur. Sowohl  Tiere (z.B. Biene/Apis mellifica), Pflanzen (z.B. Zwiebel/Cepa),  Mineralien (z.B. Kochsalz/Natrium muriaticum)  als auch Metalle (Gold/Aurum)  kommen zur Anwendung. Weiters werden auch noch Nosoden verwendet.  Das  Ausgangsmaterial für Nosoden sind Krankheitsprodukte, z.B. Carcinosinum, das aus Brustkrebsgewebe erzeugt wird.

Damit diese Substanzen als Arznei wirken können, müssen sie noch verdünnt und verschüttelt werden, das so genannte  potenzieren.  Nur durch diesen Vorgang erhalten sie die innewohnende Arzneimittelkraft. Diese potenzierten Arzneien werden je nach Verdünnungsgrad als D (Dezimal) oder C (Centesimal) Potenzen bezeichnet.

So ist zum Beispiel Arnika C 200, 200 mal 1:100 verdünnt und verschüttelt worden.

Meist werden die homöopathischen Arzneien in Form von Streukügelchen (Globuli) verabreicht, sie werden von Hunden und Katzen gerne aufgenommen.

Anwendung der Homöopathie:

Die Homöopathie wird bei akuten wie bei chronischen Erkrankungen unserer Haustiere eingesetzt. Gerade bei chronischen Erkrankungen oder beim alten Tier ist die Homöopathie häufig die vielversprechendste Methode.

Der große Vorteil einer homöopathischen Behandlung liegt in der Nebenwirkungsfreiheit der verwendeten Medikamente, welches besonders bei chronisch kranken und alten Tieren ein großes Plus ist.

Bei folgenden Erkrankungen werden homöopathische Arzneien in meiner Praxis eingesetzt: 

  • Akute und chronische Entzündungen des Magen Darmtraktes, der Atmungsorgane und des Urogenitaltraktes,  
  • chronische Hauterkrankungen 
  • Erkrankungen des Bewegungsapparat, wie  (Verletzungen, Arthrose, Lähmungen)
  • Behandlung von Altersbeschwerden
  • Behandlung  von Verhaltensstörungen, meist in Kombination mit  verhaltenstherapeutischen Methoden (Ängste, Phobien, Aggressionen,  Stubenunreinheiten der Katze, )
  • Epilepsie
  • Herz und Kreislauferkrankungen
  • Virale Erkrankungen

In vielen  Fällen kann auf eine Behandlung mit Antibiotika oder Cortison verzichtet  oder die Dauer und teilweise auch die Dosis der Gaben deutlich reduziert werden.

Die Grenzen der Homöopathie:

Wie jede Methode, hat auch die Homöopathie ihre Grenzen. Diese  liegen  grundsätzlich in der Reaktionsfähigkeit des Organismus. Je vitaler und reaktionsfähiger ein Mensch oder Tier ist, desto leichter ist die Selbstheilungskraft in Richtung Gesundheit zu aktivieren. 

Schwere Organstörungen,  starke schulmedizinische Medikationen, rapide Krankeitsverläufe oder ein zu später Behandlungsbeginn können den Erfolg mindern. Allerdings kann selbst in ausweglosen Situationen, z.B. in der Sterbebegleitung eine homöopathische Arznei den Übergang erleichtern.

Aber auch bei  mangelnder  Compliance des Tierbesitzers,  anhaltenden  Noxen, schwierigen Umfeldbedingungen  sind der Homöopathie Grenzen gesetzt. 

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